„In der Kintsugi-Philosophie können wir Zugänge zu unseren eigenen Lebensgeschichten finden und neue und auch heilsame Perspektiven für unsere Lebensentwürfe entdecken.“ (MOTOKI TONN)
Jeder Bruch, jedes Bruchstück ist ein Unikat. In der japanischen Kunst des Kintsugi wird das Zerbrochene nicht „wie neu“ repariert, die Brüche werden stattdessen golden hervorgehoben, sie werden auf diese Weise nicht verdrängt, sondern gewürdigt. Sie werden zu „Narben aus Gold“.
Lebenserfahrungen hinterlassen Spuren. Manche sind schmerzhaft, manche kostbar – und sie werden mit der Zeit zu einem Teil dessen, was uns ausmacht
„Die Kintsugi-Kunst fragt uns an, still zu werden, Geduld zu üben, zu warten und zu beobachten. Sie zeigt uns, dass Narben nur langsam heilen. Zugleich können wir in dem Prozess neue Perspektiven gewinnen. Kintsugi kann uns auch lehren, Schönheit neu zu verstehen.“ (MOTOKI TONN)
Auch Lebensbrüche heilen nicht „mal zwischendurch“. Sie brauchen Zeit, Geduld, Achtsamkeit und Ruhe. Eine Bruchstelle muss nicht versteckt werden. Sie darf sichtbar bleiben – und gerade dadurch etwas Neues erzählen. So kann Heilung entstehen.
Dieser Tag lädt dazu ein, sich herausfordernden Erfahrungen in der eigenen Biografie einmal anders zu nähern. Über Erinnerungen und Begegnungen, über Geschichten und Fragen, über die eigenen Hände und das kreative Tun. Es geht nicht darum, Brüche ungeschehen zu machen, sondern darum, hinzuschauen:
Was war? Was fehlt? Was bleibt? Und was kann aus dem Zerbrochenen entstehen?
Gruppengröße: 6 – 8 Personen
Dauer: ca. 4 Stunden
Anzahlung: 50 € zur verbindlichen Platzreservierung